Ufhover Heimatverein e.V.

Der Heimatverein und die Burgruine

Seit einigen Jahren ist der Ufhover Heimatverein Eigentümer der Ufhover Burgruine. Mit Fördermitteln der Denkmalpflege und entsprechender Eigeninitiative wurden die Reste der Ruine freigelegt und gesichert. Unterstützt werden wir dabei vom Bauhistoriker Udo Hopf und Bauingenieur Thomas Kühmstedt. Ziel ist es, die Größe der Burg wieder sichtbar zu machen und der Öffentlichkeit zu zeigen. Weiterhin soll das Gelände gesichert und die Räumlichkeiten für den Heimatverein nutzbar gemacht werden.

Geschichtliches zur Burgruine


Ansicht der Burg von Südosten - Ölgemälde von C.H. Krause, 1925
nach einer Vorlage von 1864 - Heimatmuseum Bad Langensalza


Nach dem Urkundenbuch der Stadt Langensalza kaufte um 1212 Günther von Salza, einer der Herren der Dryburg, die Orte Ufhoven und Döllstädt. Kurz danach wurde mit dem Bau der Wasserburg begonnen. Zunächst wurde die Burg als Sommersitz genutzt. 1346 verlegten die Herren von Salza ihre Hofhaltung von Langensalza nach Ufhoven (und Döllstädt), In die Burg gelangte man durch das äußere und mittlere Burgtor. Beide standen am Anfang und am Ende einer Zweibogenbrücke über dem Burggraben. Beide Tore waren mit Fallbrücken verschließbar, die mit Ketten über Rollen hochgezogen wurden. Durch das dritte Tor, das mit Torflügeln verschlossen wurde, gelangte man auf den Burghof. Der Burghof war ca. 30 m lang und 15 m breit. Auf der Südseite befand sich das Haupthaus. Das mittlere Stockwerk des Hauses enthielt den Rittersaal. Rechts am Gebäude befand sich ein 7- stöckiger Wohnturm, dessen Turmstumpf heute noch gut zu sehen ist. Ebenfalls sind die Kellerräume unter dem Gebäude in einem recht guten Zustand. Leider wird zur Zeit der Zugang durch Mull und Bauschutt versperrt. Auf der Nordseite des Hofes, gegenüber des Haupthauses, befand sich das dreistöckige Kemenatengebäude, das von den Frauen bewohnt wurde. Dieses Gebäude hatte neben anderen Räumen ein großes Kaminzimmer. Auch die Kellerräume dieses Gebäudes sind gut erhalten und werden in absehbarer Zeit besichtigt werden können.<br />Der Heimatverein Ufhoven ist bestrebt. in den nächsten Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie die Mauern und Mauerreste, insbesondere die Kellerräume der Burgruine zu sichern und das Kulturdenkmal im Anschluss der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Als Zeugnis der Geschichte ist der Erhalt der Wasserburgruine Ufhoven historisch von größter Bedeutung.

Das Burgmodel in 3D

Modell der Burg - gebaut und gespendet von Dietmar Güntsch

Diese Modell kann zum Tag des offenen Denkmal besichtigt werden und soll zukünftig in einem der Keller zu sehen sein.

Fotos von Mike Namokel aus dem Stadtarchiv in Bad Langensalza


Foto von Südosten - kurz vor dem Abriss 1876


Foto von Nordwesten


Foto nach dem Abriss

Arbeiten an der Burgruine